Kräuter & Pflanzen
Gefleck­tes Lungen­kraut
Pulmonaria officinalis
Sarah Christiansen
3 Mai, 2021

Das Gefleckte Lungenkraut ist ähnlich wie auch der Gunder­mann ein Frühblüher und erfreut Herz und Auge in einer Zeit, in der die Welt meist noch recht verschlafen daherkommt.

Wo wächst Geflecktes Lungenkraut und wie sieht es aus?

Die Pflanze, die u. a. auch unter den Namen Fleckenkraut, Lungenwurz, Bachkraut, Hirschkohl und Fuchslungenkraut sowie Hänsel und Gretel bekannt ist, mag es halbschattig bis schattig und bevorzugt nährstoffreiche, frische und durchlässige Böden. Sie sucht die Nähe von Laubbäumen, deshalb findet man sie häufig in lichten Laub- und Mischwäldern oder an Waldrändern, aber auch in Gärten, an Bachufern und auf Wiesen.

Die beste Erntezeit ist von März bis Juli, gesammelt werden können dabei Blätter, Blüten und Wurzeln. 

Das Erste, was ins Auge fällt, sind die unterschiedlich gefärbten, schönen Blüten der Pflanze, die sowohl blau und rosa als auch violett und rot sein können. Das liegt daran, dass die einzelnen Blüten im Laufe der Zeit die Farben von rot nach blau wechseln. Es lassen sich dabei jeweils fünf Blütenblätter zählen. Die Blütezeit liegt zwischen März und Mai.

Aber nicht nur die Blüten, sondern auch die Blätter sind auffällig. Letztere sind eilanzettlich bis herzförmig, leicht behaart und weiß gefleckt bzw. gepunktet. Die Pflanze selbst ist mehrjährig und kann eine Wuchshöhe von 10 cm bis zu 40 cm erreichen. Nach der Blüte kommt es zwischen Mai und Juni dann zur Fruchtreife. Auch im eigenen Garten kann man das Kräutlein gut anbauen, dafür muss man es nur zwischen März und April an einem nicht zu sonnigen Ort aussäen.

Achtung: Geflecktes Lungenkraut sollte nicht in großen Mengen, über einen längeren Zeitraum oder in der Schwangerschaft verwendet werden, denn es ist nicht geklärt, ob die Pflanze geringe Mengen Alkaloide enthält. Nicht mit dem indischen Lungenkraut (Justicia adhatoda) verwechseln!

Geflecktes Lungenkraut in der Küche verwenden

Wer hätte es gedacht, auch dieses Kräutlein lässt sich in der Küche verwenden. Der Geschmack ist interessant und erinnert etwas an Gurke. Außerdem wartet die Pflanze mit einigen nützlichen Inhaltsstoffen wie Vitamin C und E, Kieselsäure sowie Mineralstoffen auf.
Dabei sind es insbesondere die Blätter, die ihren Weg auf den Teller finden. So eignen sich die jungen Blätter u. a. als Zutat für Salate, Smoothies oder Kräuterquark, während die älteren Blätter in Gemüsegerichten, Suppen oder der Soße brillieren. Die Blüten hingegen geben eine elegante Deko z. B. für Salate ab. Sowohl Blüten als auch Blätter können außerdem als Tee verwendet werden.

Geflecktes Lungenkraut – ein Heilkraut?

Eine Heilwirkung der Pflanze lässt sich bereits vom Namen ableiten: Diesen verdankt sie zum einen den weißen Flecken auf den Blättern, die von ihrer Form her an Lungenflügel erinnern, zum anderen ihrer positiven Wirkung auf die Atemwege, die bereits Hildegard von Bingen und Paracelsus hervorhoben. Das Kräutlein soll Hustenreiz, Heiserkeit und Halsweh lindern sowie schleimlösend und entzündungshemmend sein. Aber auch bei Wunden soll es unterstützend wirken. Weitere Anwendungsbereiche sind Blasenentzündungen und Durchfall.
Die enthaltene Kieselsäure steht darüber hinaus in dem Ruf, die Knochen zu stärken und sich positiv auf das Bindegewebe auszuwirken.

Diese kleine Schönheit ist also ein echter Kräuterfreund und würde sich sicher auch gut in Ihrem Garten oder auf Ihrem Balkon machen.

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Zweite Feder

„Der Unterschied zwischen dem beinahe richtigen Wort und dem richtigen ist derselbe wie zwischen einem Glühwürmchen und einem Blitz“ – Mark Twain

Meine Begeisterung für das geschriebene Wort wurde bereits sehr früh geweckt, denn ich bin in einem Haushalt voller Bücher aufgewachsen. Deshalb habe ich schon seit meiner Kindheit immer sehr viel gelesen und eigene Geschichten geschrieben.
Im Laufe meiner Schulzeit bildete sich dann mein Berufswunsch heraus, ich wollte unbedingt mit Texten arbeiten und Lektorin oder Kulturjournalistin werden.
Deshalb studierte ich Germanistik und Skandinavistik an der Universität Göttingen und schloss mein Studium Anfang 2011 mit einem Magister Artium ab.
Während meines Studiums korrigierte ich unzählige Hausarbeiten von Kommilitonen, schrieb Artikel für Zeitschriften und arbeitete redaktionell im PR-Bereich. Im Anschluss daran war ich knapp fünf Jahre lang im Wissenschaftslektorat tätig und u. a. für die Betreuung einer wissenschaftlichen Zeitschrift verantwortlich, für die ich das Layout und Korrektorat übernahm. Nebenberuflich habe ich ebenfalls als Lektorin gearbeitet sowie als Texterin.

Des Weiteren konnte ich einige Erfahrungen im Marketing und im Verlagswesen sammeln.

In all diesen Jahren ist meine Leidenschaft für die Arbeit an und mit Texten nicht kleiner geworden. Im Gegenteil, nach wie vor freue ich mich jedes Mal, wenn ich einen neuen Text vor mir liegen habe, der von mir bearbeitet werden darf oder wenn ich selbst einen Text schreibe und mich dafür vorher in ein neues Thema einarbeiten kann.

☆ Skandinavische Sprachen (Dänisch, Schwedisch, Norwegisch und Isländisch), Kultur und Literatur ☆ PR und Marketing ☆ Kreatives Schreiben ☆ Literatur, insbesondere deutschsprachige Literatur des „Fin de Siècle“ (Wiener Moderne, Impressionismus/Symbolismus) und poetischer Realismus ☆ Fantasy & Graphic Novels ☆ Politik ☆ Netzkultur/Nerdkultur ☆ Fauna

In eine Musikerfamilie hineingeboren, lag es natürlich nahe, dass die Kunst und im Besonderen die Literatur und Musik ein wichtiger Bestandteil meines Lebens sein würden. Während der Schulzeit standen dann, neben der Lektüre des gesammelten Bestands der erreichbaren Bibliotheken, vor allem Geigenstunden, Chor und später der Musik-Leistungskurs an erster Stelle.

Als klassischer Bücherwurm siegte jedoch nach der Schule die Liebe zur Literatur und ich schloss mein Germanistik- und Geschichtsstudium an der Universität Freiburg i. Brsg. mit einem Bachelor of Arts, und an der Universität Göttingen mit dem Master of Arts ab.
In dieser Zeit konnte ich außerdem erste Erfahrungen in der Verlagswelt sammeln, genauer gesagt, in die Bereiche Herstellung, Vertrieb und PR eines kleinen, belletristisch ausgerichteten Münchner Verlags hineinschnuppern. Durch mehrere Nebenjobs, größtenteils ebenfalls in der PR und im Lektorat, die ich während des Studiums ausübte, erarbeitete ich mir bereits praktische Routine und Sicherheit in diesen Bereichen.

Inzwischen wieder in die alte Heimat zurückgekehrt, lektoriere, korrigere und texte ich nun auch von München aus.

Was mich an meiner Arbeit für die Zweite Feder besonders begeistert, ist die Möglichkeit, an Texten zu feilen, mit Sprache zu spielen und gleichzeitig jeden Tag neue Themen, Menschen und Geschichten zu entdecken und über diese Entdeckungen zu schreiben.

☆ Musik und Musiktheorie (Spezialgebiet „Alte Musik“, v. a. Barock) ☆ Geschichte ☆ Englischsprachige, vor allem britische Literatur ☆ Filme und Serien ☆ SciFi ☆Garten und Pflanzen ☆ Reisen ☆ Wandern ☆ Stricken