Orangerotes Habichtskraut
Pilosella aurantiaca
Wo finde ich Orangerotes Habichtskraut und wie sieht es aus?
Ursprünglich stammt das Orangerote Habichtskraut aus dem Gebirge. Es wächst u. a. in den Alpen, Voralpen und den Karpaten, wo es z. B. auf Magerwiesen und an Wegrändern zu finden ist. Da es so schön anzuschauen ist, hat es auch den Sprung als Zierpflanze in unsere Gärten geschafft. Von dort aus hat es sich teilweise wieder ausgewildert und wächst gern an Böschungen und Bahndämmen. Das Orangerote Habichtskraut mag es sonnig und schätzt eher durchlässige, leicht saure Böden. Es ist sehr anspruchslos: Ich habe es sogar schon auf Splitthaufen wachsen sehen (siehe Bild unten).
Das auffälligste Merkmal der Pflanze sind die wunderschönen orangeroten Blüten, die von Juni bis August erscheinen. Sie kann etwa 20–40 cm hoch werden und hat einen behaarten Stängel, die Blätter sind ebenfalls behaart und lanzettlich geformt.
Ist das Orangerote Habichtskraut essbar?
Tatsächlich lassen sich sowohl Blüten als auch Blätter der Pflanze essen. Die jungen Blätter schmecken etwas herb und können etwa in Kräuterbutter, Salat, Quark und Suppe verwendet werden. Die Blütenknospen lassen sich derweil gut in Essig eingelegt als Kapern-Alternative zubereiten. Die Blüten wiederum können als Dekoration, etwa von Nachspeisen, zum Einsatz kommen. Nicht zuletzt machen sich Blüten und Blätter getrocknet auch gut in einem selbstgemischten Kräutertee.
Wissenswert: Namensherkunft
Das Orangerote Habichtskraut stammt aus der Familie der Habichtskräuter. Angeblich kommt der Name daher, dass Habichte ihre scharfen Augen dadurch erhalten, dass sie das Kraut essen. Außerdem sollen die Kräuter auf so hohen Felsen wachsen, dass nur Habichte sie erreichen können.
Lässt sich Orangerotes Habichtskraut als Heilkraut verwenden?
Was viele vielleicht nicht wissen: Das Orangerote Habichtskraut galt früher in der Volksmedizin als wichtige Heilpflanze. Es soll bei Harnwegserkrankungen helfen und harntreibend, entzündungshemmend und krampflösend wirken. Auch bei Magen-Darm-Beschwerden, Problemen mit der Niere und zur Wundbehandlung soll es eingesetzt worden sein.
Orangeroter Insektenfreund
Nicht nur wir Menschen, auch die Insektenwelt profitiert sehr vom Orangeroten Habichtskraut. Unzählige Wildbienen und Schmetterlinge finden hier Nektar und Pollen. Auch für zahlreiche Raupen, Schwebfliegen und Käfer ist die Pflanze eine bedeutende Nahrungsquelle. Dank ihrer langen Blütezeit zählt sie zu den besonders wichtigen Spätblühern.
Disclaimer
Für Schäden durch den Gebrauch der hier aufgeführten Kräuter und deren Anwendung übernimmt der Herausgeber dieser Website keinerlei Haftung! Der Besuch dieser Website ersetzt zudem nicht den Besuch beim Arzt. Suchen Sie diesen bei Beschwerden stets auf. Ziehen Sie Ihren Arzt zudem vor einer geplanten Kräuter-Therapie, bei Fragen zu Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten stets zu Rate. Auch in einer Apotheke kann man Sie zu diesen Themen beraten.
Das könnte Sie auch interessieren:
Kornblume
Das Fliegende Spaghettimonster
Huflattich
* „Der Unterschied zwischen dem beinahe richtigen Wort und dem richtigen ist derselbe wie zwischen einem Glühwürmchen und einem Blitz“ – Mark Twain









